Sebastian Huber

Land lässt die Stadt Salzburg auf versprochenen Musterkorridor warten

Anhand des Musterkorridors entlang der B 158 „Wolfgangsee Bundesstraße“ sollen Maßnahmen entwickelt werden, welche geeignet sind, das Verkehrsverhalten der Bevölkerung in Richtung einer vermehrten Nutzung des öffentlichen Verkehrsangebotes dauerhaft zu verändern. Der Musterkorridor wurde auch im Parteienübereinkommen der Stadt Salzburg für die  Funktionsperiode 2014 bis 2019 von allen Parteien eingefordert.

musterkorridor-2-1136-640

Quelle: Österreich, 11.09.2016

Das Planungsgebiet umfasst den Einzugsbereich der Regionalbuslinie 150 „Salzburg – Fuschl – St. Gilgen – Strobl – Bad Ischl“ samt ihren Nebenlinien 152, 153, 154, 155 und 156. Das Linienbündel ist durch einen starken Schüler- und Berufspendlerverkehr gekennzeichnet. Vor allem die Linie 150 (Ersatz der ehemaligen Ischlerbahn) weist eine überdurchschnittlich hohe touristische Nachfrage auf.

Die Stadt hat ein klares Bekenntnis für dieses sinnvolle Projekt Musterkorridor abgeben und insgesamt rund 350.000 EUR vorgesehen bzw. teilweise schon bezahlt. Der Gemeinderat hat den Amtsbericht einstimmig beschlossen. Ein ausgebauter Musterkorridor bei der Linie 150 würde die „staugeplagte“ Stadt Salzburg entlasten, da die Pendler und Touristen eine attraktive Öffi-Anbindung hätten.

Jetzt verzögert sich laut Landesrat Hans Mayr der Musterkorridor zumindest um ein Jahr. Wir NEOS sehen das sehr kritisch. Seit 2 ½ Jahre hat das Land nun mittlerweile schon Zeit gehabt den Musterkorridor umzusetzen. Aber bis lang ist nichts zu sehen. Obwohl die Stadt ihren Beitrag zum Musterkorridor erfüllt hat erstickt sie immer mehr im Stau. Man gewinnt den Eindruck, dass sich das Land „stautechnisch“ immer gegen die Stadt stellt.

Der Musterkorridor stellt nur eine von vielen Verkehrsmassnahmen dar. Wenn wir aber außer langwierigen Diskussionen und Einholen von Gutachten nicht mit der Umsetzung beginnen, wird sich nichts ändern.  LR Hans Mayr „schießt einen Bock nach dem anderen“, nach dem Fiasko in der Wohnbauförderung geht jetzt auch beim Musterkorridor nichts weiter. Ein Beispiel wie es gehen kann zeigt uns die Region „Fuschl-Mondsee“, die schaffen es in Eigeninitiative einen „Musterkorridor light“ umzusetzen.