Sebastian Huber

Abschaffung der Kostenrückerstattung würde Gesundheitssystem gefährden und in fundamentale Patientenrechte eingreifen

Der gestern von SPÖ-Gesundheitsprecher Erwin Spindelberger ins Spiel gebrachte Vorschlag, die Kostenrückerstattung für Wahlarzthonorare zur Gänze abzuschaffen, ist entschieden abzulehnen. Wahlärzte leisten in Salzburg bzw. Österreich einen unverzichtbaren Beitrag zur medizinischen Versorgung.

Wahlärzte 1136 640

Ein Blick auf die Zahlen zeigt dies eindrücklich: Derzeit gibt es österreichweit an die 8.900 Wahlärzte und allein in Salzburg sind bereits fast gleiche viele niedergelassene Allgemeinmediziner wie Wahlärzte für Allgemeinmedizin tätig. Der Grund für diese Zunahme an Wahlärzten liegt darin, dass sich die Kassenarztstellen in Österreich seit 1995 um 16 Prozent verringert haben, während die Bevölkerungsentwicklung und der Bedarf an ärztlicher Versorgung in dieser Zeit stetig nach oben gegangen ist.

Eine Streichung der Wahlarztkosten-Refundierung würde daher die ambulante medizinische Versorgung in Salzburg massiv gefährden und nur den Patientinnen und Patienten schaden  bzw. die Entwicklung zur Zwei-Klassen-Medizin weiter verstärken.

Mit einer Streichung des  Rückersatzes könnten es sich weniger Patienten leisten einen Wahlarzt aufsuchen zu können. Diesen von SPÖ-Gesundheitsprecher Spindelberger geplanten Eingriff in das fundamentale Patientenrecht auf freie Arztwahl lehne ich entschieden ab.