Sebastian Huber

Ärztemangel: Schwierige Suche nach geeigneten Ordinationräumlichkeiten

Der Ärztemangel bedroht die Landeshauptstadt Salzburg. Wir wissen, dass in den nächsten sieben Jahren rund 25 Ärzte für Allgemeinmedizin in der Stadt Salzburg, die zurzeit eine Kassenordinationen betreiben, in Pension gehen werden. Schon jetzt werden Stellen für Hausärzte teilweise erst nach langer Vakanz bzw. österreichweiter Ausschreibung nachbesetzt. Seit Jahren ist die Anzahl der Bewerbungen pro Hausarztpraxis in der Stadt stark rückläufig.
Die schwierige Suche nach geeigneten Ordinationsmöglichkeiten stellt viele junge Kolleginnen und Kollegen vor ein Problem.

2016-06-11 Krone Lokal Neuer Chance für Praxisräume 1136

Quelle: Krone Lokal, 11.06.2016

Ab 2016 müssen alle neuen Ordinationsräumlichkeiten barrierefrei sein. Im Moment betriebene Ordinationen dürfen, wenn sie nicht barrierefrei sind, nur dann weiter geführt werden wenn die erforderlichen Maßnahmen für die barrierefreie  Ausgestaltung wirtschaftlich unzumutbar sind.
Letzten November habe ich einen Antrag im Salzburger Gemeinderat eingebracht, um aktiv etwas gegen den drohenden Ärztemangel an Allgemeinmedizinern, Fach- und Zahnärzten in der Stadt Salzburg zu unternehmen. In meinem Antrag wurde die Stadt aufgefordert zu prüfen, ob in Neubauprojekten zukünftig  die Errichtung von barrierefreien Gemeinschaftsarztpraxen  vorgesehen werden kann.

Mein Antrag war ein voller Erfolg!
In Zukunft wird die Planungsabteilung bei Neubauprojekten mit den Investoren sprechen: Die Erdgeschosszonen sollen für barrierefreie Arztpraxen vorgesehen werden. Die Stadt erleichtert somit jungen Ärztinnen und Ärzten ungemein den Start ins Berufsleben und unternimmt somit langfristig etwas gegen den drohenden Ärztemangel.
Alle anderen Gemeinden im Bundesland Salzburg sind aufgefordert, sich dieser Initiative der Stadt anzuschließen und sich mit der Ärztekammer für Salzburg und der Salzburger Gebietskrankenkasse zu vernetzen. Gemeinsam können vor Ort bei Neubauprojekten geeignete Räumlichkeiten für Ärztinnen und Ärzte geplant oder in Bestandsobjekten adaptiert und somit langfristig die medizinische Versorgung der Salzburger Bevölkerung sichergestellt werden.