Sebastian Huber

Fehlende Wertschätzung für Mittelbauärzte

Die OberärztInnen und IntensivpflergInnen der anästhesiologisch geführten Intensivstation sind zutiefst bestürzt und betroffen. Priv.-Doz. Dr. Martin Dünser verlässt die Abteilung. Per offenen Brief protestieren sie gegen seinen Abgang. Unter seiner Führung wurde die medizinische Betreuung der Patienten maßgeblich verbessert und optimiert sowie die Patientenliegedauer verkürzt, die Patientenzahl fast verdoppelt, die Sachkosten deutlich reduziert und die LKF-Punkte massiv gesteigert. Er schaffte es „Grabenkämpfe“ zwischen den Stationen beizulegen und stärkte das Team. Priv.-Doz. Dr. Martin Dünser hat die Kolleginnen und Kollegen mit großer Wertschätzung behandelt und wurde als Arzt und Wissenschaftler sehr geschätzt.

2016-06-10 Krone Lokal Jetzt rumort es auch noch im Mittelbau der SALK 1136 640

Quelle: Krone Lokal, 10.06.2016

Priv.-Doz. Dr. Martin Dünser hat die Kolleginnen und Kollegen mit großer Wertschätzung behandelt und wurde als Arzt und Wissenschaftler sehr geschätzt. Als Politiker und Arzt bedauere ich es sehr, dass der gut ausgebildete und im höchsten Ausmaß qualifizierte Arzt Priv.-Doz. Dr. Martin Dünser die SALK verlässt. Immer mehr ÄrztInnen des Mittelbaus werfen aufgrund mangelnder Wertschätzung das Handtuch und die Klinik verlassen. Es rumort in den SALK. „Gesundheitslandesrat“ Dr. Christian Stöckl zuckt aber nur mit seinen Achseln und verfällt in Ratlosigkeit und Resignation. Er hat nicht nur bei der Auswahl der Primarärzte (die Leiter der Psychiatrie und der Urologie wurden nicht verlängert; die 1. Medizin ist seit 1,5a ohne Führung, etc.) ein unglückliches Händchen bewiesen, jetzt schafft er es offenbar auch nicht mehr höchst qualifizierte Ärzte des Mittelbaues an den SALK zu halten. Die leittragenden dieser total gescheiterten Gesundheitspolitik sind die Patientinnen und Patienten sowie die Kolleginnen und Kollegen der anästhesiologisch geführten Intensivstation, die von der zuständigen Landespolitik im Regen stehen gelassen werden.