Sebastian Huber

Kassenstellen für Physikalische Medizin können in Salzburg nicht besetzt werden.

Mit Bewerbungsschluss 29.02.2016 waren vier Facharztstellen für Physikalisten in Salzburg ausgeschrieben. Aber nur für eine Stelle – jene in der Stadt Salzburg – fand sich ein Bewerber. Die Stellen im Tennengau, Pinzgau und Pongau sind noch immer unbesetzt.
In der Rehabilitation und Gesundheitsprävention nimmt die physikalische Medizin eine zentrale Aufgabe wahr. Durch die fehlende Nachbesetzung „Innergebirg“ droht in den Bezirken Pinzgau, Pongau und Lungau ein eklatanter Versorgungsengpass mit niedergelassenen physikalischen Ärztinnen und Ärzten.
2016-04-24 Krone lokal Physikalische Medizin Engpass im Innergebirg 1136 640 N2

Quelle: Krone Lokal, 26.04.2016Die zuständige Politik – „Gesundheitslandesrat“ Dr. Christian Stöckl – muss auf diesen Versorgungsengpass rasch reagieren, sonst drohen drastische Folgewirkungen, wie beispielsweise

  • die medizinische Unterversorgung des Pinz-, Pon- und Lungaues an physikalischer Medizin
  • dadurch sind die Patientinnen und Patienten gezwungen Ambulanzen in den Krankenhäusern aufsuchen (dies führt wieder zur Überlastung und langen Wartezeiten)
  • ein Fehlen von niedergelassenen physikalischen Ärztinnen und Ärzten schränkt den Zugang zur physialischen Medizin für einkommensschwache Menschen ein, Therapeuten und Wahlärzte sind oft nicht leistbar.

Ich fordere, dass der niedergelassene Bereich für physikalische Medizin gestärkt wird. Mit drei Punkten kann dies geschaffen werden:

  1. Das Kassensystem – beispielsweise der Honorarkatalog der SGKK – muss für physikalische Ärztinnen und Ärzte attraktiver gemacht werden.
  2. Hürden für physikalische Ärztinnen und Ärzte des Kassensystems müssen rasch abgebaut werden (z.B. Tariflimitierungen).
  3. Landespolitik mit „Gesundheitslandesrat“ Dr. Christian Stöckl muss hier endlich aktiv werden und Anreize für Physikalisten setzen. Durch seine Passivität riskiert er massive Einschnitte in der Versorgung der Bevölkerung im Tennen-, Pinz- und Pongau.

Die Stärkung des niedergelassenen Bereiches für physikalische Medizin und ein dichtes Versorgungsnetz (besonders wichtig im Innergebierg) garantiert kurze Wege und eine rasche Behandlung. Somit sind schnelle und effektivere Behandlung des von einkommensschwachen Menschen garantiert.