Sebastian Huber

Die Notärztliche Versorgung in Salzburg ist ein Flickwerk

Durch die Neustrukturierung der bisherigen Hausarzt-Bereitschaft ist es zu einer Änderung der notärztlichen Versorgung in Landgebieten durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte mit Notarztausbildung gekommen. Nach dem Ende des hausärztliche Bereitschaftsdiensts um 23:00 Uhr sind viele Kolleginnen und Kollegen nicht mehr bereit, zu den bisherigen Bedingungen in den Nachtstunden die notärztliche Bereitschaft bzw. Versorgung zu übernehmen.

Notärzte 1136 640Quelle SN Lokal, 18.03.2016

  • es ist die Aufgabe der Landesregierung eine optimale Patientenversorgung rund um die Uhr zu gewährleisten
  • LH-Stv. Dr. Christian Stöckl hat bei der notärztlichen Versorgung nur eine Zwischenlösung bzw. ein Flickwerk geschaffen
  • das Land ist aufgefordert die nur für das Jahr 2016 vereinbarte Regelung der notärztlichen Versorgung zu verbessern
  • Gesundheitslandesrat LH-Stv. Dr. Christian Stöckl muss umgehend ein langfristiges und nachhaltiges Konzept für eine flächendeckende notärztliche Versorgung der nächsten Jahre, unter intensiver Einbeziehung aller Partner (Ärztekammer, Krankenhäuser und Rotes Kreuz), vorlegen
  • es bedarf einer intensiven Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärzten und den Krankenhäusern. Das Land muss hier die entsprechenden Voraussetzungen schaffen
  • es besteht sonst die Gefahr, dass der hohe Standard der Gesundheitsversorgung der Salzburger Patientinnen und Patienten ernsthaft leidet
  • die sehr gut ausgebildeten und qualifizierten niedergelassenen KollegInnen, die als Notarzt ärztlich tätig sind müssen adäquat entlohnt werden (Anlehnung an das Tarifschema der Österreichischen Ärztekammer)
  • die flächendeckende notärztliche Versorgung muss dem Land etwas Wert sein
  • Infrastrukturmaßnahmen dürfen sich nicht nur rein auf bauliche Maßnahmen (wie z.B. im Tauernklinikum Mittersill) beschränken, vordringliches Ziel muss die Bereitstellung von ausreichend Personal sein (attraktive Arbeitsbedingungen)
  • „Gesundheitslandesrat“ Dr. Christian Stöckl muss sich endlich gegen den „Finanzlandesrat“ Dr. Christian Stöckl durchsetzen, die Salzburger Patienteninnen und Patienten brauchen keinen Sparmeister als Fürsprecher, sondern jemanden der sich für ihre Anliegen und ihre Versorgung einsetzt

 

http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/chronik/sn/artikel/in-salzburg-gibt-es-zu-wenig-notaerzte-auf-dem-land-188377/