Sebastian Huber

Was kann Ambulanzen im Spital in Zukunft entlasten?

Für NEOS steht fest: Wir brauchen dringend Strukturreformen, die es endlich schaffen, budgetäre Mittel rasch und effizient dorthin zu lenken, wo sie dringend benötigt werden – bei den Patientinnen und Patienten. Die steigenden Patientenzahlen und die überlaufenen, teuren Krankenanstalten sind das beste Zeugnis dafür, dass dringend Denkverbote fallen müssen. Das österreichische Gesundheitssystem braucht innovative und moderne Konzepte.

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Quelle: Krone, 07.03.2016

Deutschland macht es uns in Österreich vor, wie man effizient mit den finanziellen Ressourcen umgeht. Dort wird der niedergelassene Facharzt-Bereich gestärkt und sukzessive ausgebaut. Eine große wissenschaftliche deutsche Studie besagt, je höher die Facharztdichte ist, desto weniger typischerweise ambulant behandelbare Fälle [1] werden im Krankenhaus stationär versorgt.

Für uns NEOS zeigt die deutsche Studie klar, dass im Krankenhaus bislang viele Untersuchungen gemacht werden, die schon längst im niedergelassenen Bereich kostengünstiger durchgeführt werden könnten.

Ein ausgebauter und leistungsfähiger niedergelassener Bereich bietet den Patientinnen und Patienten etliche Vorteile. 2 Beispiele gefällig?

  • Wohnortnähe oder die terminliche Verfügbarkeit.
  • Die Patienten sind dem behandelnden niedergelassenen Arzt bekannt, wenn er/sie 2 Mal pro Quartal ihn wegen seiner/ihrer Krankheit aufsuchen. Eine lange Anamnese entfällt somit.

Die zuständige Politik muss endlich umdenken und die niedergelassenen Ärzte für Allgemeinmedizin sowie Fachärzte unterstützen und stärken. Bevor man Unsummen in den Neu- und Ausbau von Ambulanzen in Krankenhäusern investiert, sollte die zuständige Politik eher Anreize zur Verbesserung der Situation von niedergelassenen Ärzten schaffen. Wir NEOS bleiben hier weiter am Ball und werden uns für eine moderne und innovative Gesundheitsversorgung einsetzen.