Sebastian Huber

Arztpraxen in Erdgeschoss-Zonen von Neubauprojekten können langfristig niedergelassene medizinische Versorgung garantieren

Derzeit gibt es in der Stadt Salzburg 64 Kassenordinationen für Ärztinnen und Ärzte für Allgemeinmedizin. Schon jetzt können diese Stellen für Hausärzte erst mit langer Vakanz nachbesetzt werden. Seit Jahren ist die Anzahl der Bewerbungen pro Hausarztpraxis in der Stadt stark rückläufig. Zahlen der Salzburger Ärztekammer zufolge haben sich in der letzten Zeit durchschnittlich nicht einmal mehr zwei Ärztinnen bzw. Ärzte für eine Stelle beworben. Die Politik weiß, dass in den Jahren 2015 bis 2023 Salzburg 25 Ärzte für Allgemeinmedizin, die zurzeit Kassenordinationen besetzen, in der Stadt in Pension gehen werden. Beginnt die Stadt jetzt nicht entgegenzusteuern, so droht ein hausgemachter Ärztemangel an Allgemeinmedizinern, Fach- und Zahnärzten.

Krone Arztpraxen 09_11_2015 1136 640NEOS fordert, dass die Stadtpolitik aktiv die Rahmenbedingungen bei der Zurverfügungstellung von Ordinationsräumlichkeiten für junge Hausärzte adaptiert, damit eine wohnortnahe und langfristige Patientenversorgung garantiert wird. In ihrem eigenen Wirkungsbereich kann sich die Stadt dafür einsetzen und ihren Teil dazu beizutragen, dass sich junge und motivierte Ärztinnen und Ärzte für eine niedergelassene praktische Stelle in der Stadt interessieren und entscheiden.