Sebastian Huber

Barrieren abbauen, Menschen mit Beeinträchtigung unterstützen.

„Menschen mit Beeinträchtigungen werden aufgrund mangelnder Barrierefreiheit ausgeschlossen.“

Gebärdensprache 1136 640

Rainhard Grobbauer, Vorsitzender Gehörlosenverband Salzburg

Zwischen 300 und 500 User sehen sich den Livestream der Gemeinderatssitzungen im Durchnitt an: „Wenn es schon einen Livestream gibt, dann muss dieser auch für Gehörlese durch eine_n Gebärdendolmetscher_in nutzbar gemacht sein. Dies gibt es bis dato noch nicht, damit sind gehörlose Menschen komplett ausgeschlossen,“ stellt Huber verärgert fest und fügt an: „Die Stadt soll über ihren Schatten springen und analog wie bei Sitzungen des Parlamentes auch gehörlosen Menschen die Möglichkeit geben, durch eine_n Gebärdendolmetscher_in erfahren, worüber die Stadt diskutiert und was die Stadt bewegt.“

Neben dem Livestream schließt auch die Homepage des Magistrates Benützer mit Beeinträchtigungen durch fehlende Barrierefreiheit aus: „Der Salzburger Blinden- und Sehbehindertenverband teilte mir mit, dass die Homepage für sie nur erschwert zu nutzen ist. Insbesondere bei Informationen für wichtige Behördengänge ist eine barrierefreie Homepage jedoch unumgänglich“, stellt Huber fest und fügt an: „Ungeeignet ist die Homepage auch für Gehörlose. Hier fehlen kurze Videoclips in Gebärdensprache. Für mich steht fest, dass die Stadt mit etwas gutem Willen Barrieren für Menschen mit Beeinträchtigungen gezielt und nachhaltig abbauen kann.“

Neben den beiden Anträgen bringt Huber noch eine Anfrage an Bürgermeister Dr. Heinz Schaden ein: „Neben meinen Fragen zur allgemeinen Beschäftigungssituation von Menschen mit Beeinträchtigungen im Salzburger Magistrat möchte ich von Bürgermeister Dr. Schaden wissen, ob er sich den Magistrat in Zukunft als wirtschaftsintegrativen Betrieb vorstellen kann“, sagt Huber und fügt abschließend an: „Angesichts dieser offensichtlichen Barrieren für Menschen mit Beeinträchtigungen sind Maßnahmen am Arbeitsmarkt unbedingt notwendig. Der Ausbau von wirtschaftsintegrativen Betrieben wäre ein Gebot der Stunde. Dort können jene Menschen mit Behinderung beschäftigt werden, die aufgrund der Art oder Schwere ihrer Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt praktisch chancenlos bleiben. Die Stadt muss hier ihre Verantwortung wahrnehmen.“

 

Meine am 23.09.2015 zum Thema „Menschen mit Beeinträchtigungen/Beginderungen“  vor dem Gemeinderat der Stadt Salzburg gehaltene Rede: https://youtu.be/V48DYlfnQQ0