Sebastian Huber

Unterstützung des Virgilbusses durch Sozialausschuss der Stadt Salzburg beschlossen

Im heutigen Sozialausschuss wurde die Förderung des Virgilbusses, der in der Stadt Salzburg eine mobile, niederschwellige medizinische Versorgung von Obdachlosen bzw. Menschen ohne e-card gewährleisten soll, beschlossen.

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Die persönlich anwesende ressortzuständige Vize-Bgm. Mag. Anja Hagenauer (SPÖ) hat den Antrag des Diakoniewerks Salzburg um Subvention in der Höhe von 12.500 € für das Projekt Virgilbus befürwortet und zur Abstimmung gebracht. Mit den Stimmen von SPÖ,  Bürgerliste/Grünen und meiner NEOS-Stimme wurde der Antrag mit den Gegenstimmen der ÖVP und FPÖ 7:3 angenommen.

Ich persönlich freue mich sehr im Namen aller für den Virgilbus tätigen ehrenamtlichen Sanitäterinnen und Sanitäter bzw. Ärztinnen und Ärzte über die Unterstützung. Die Stadt Salzburg setzt damit ein eindeutiges Zeichen, dass sie das ehrenamtliche Engagement für einheimische Obdachlose und Armutsmigranten ausdrücklich unterstützt.

Bedanken möchte ich mich auch beim Land Salzburg und LR Dr. Heinrich Schellhorn (Grüne), der den Virgilbus mit 5.000 € unterstützt. Ich weiß dabei die Fürsprache meiner grünen Gemeinderatskolleginnen von der Bürgerliste, Ulrike Saghi und Mag. Christine Brandstätter, bei LR Schellhorn sehr zu schätzen.

Ich hoffe, dass das für das Gesundheitswesen zuständige Land den Virgilbus im nächsten Jahr mit dem gleichen Betrag wie die Stadt unterstützen wird. Anja Hagenauer und die Gemeinderäte der SPÖ haben sich, abseits aller politischen Grabenkämpfe, von Anfang an für den Virgilbus stark gemacht. Ein herzliches Dankeschön!

Obwohl ich im Rahmen der letzten Budget-Verhandlungen im Herbst 2014 von den Klubobleuten Dr. Christoph Fuchs (ÖVP) und Dr. Andreas Schöppl (FPÖ) vorsichtig positive Signale zur Unterstützung bekommen habe, hat es diesmal für diese Fraktionen noch nicht zur Zustimmung gereicht. Ich werde alles unternehmen, damit ich auch sie von der Notwendigkeit der Einrichtung Virgilbus und einer niederschwelligen medizinischen Basisversorgung von einheimischen Obdachlosen und Armutsmigranten überzeugen kann.

Der Virgilbus ist ein ganz starkes Zeichen für Ehrenamt und Eigeninitiative. Stationäre Behandlungen von Patientinnen und Patienten, die nicht versichert sind oder keine allgemeinmedizinischen Praxen aufsuchen wollen oder können, sind sehr aufwendig und kosten mehrere Tausend Euro am Tag. Eine niederschwellige medizinische Basisversorgung könnte Patientinnen und Patienten zu einem viel früheren Stadium ihrer Krankheit gesundheitsschonender und günstiger behandeln. Der Virgilbus zeigt, dass soziales Handeln nicht immer teuer sein muss.

Ich möchte mich abschließend herzlich bei allen Organisationen und Spendern bedanken, die den Virgilbus ermöglicht haben.