Sebastian Huber

Austria Stadion: LH-Stv. Rössler bleibt Antworten schuldig

Sehr geehrter Herr Dr. Huber, sehr geehrter Herr Rößlhuber!

Vorausschicken möchte ich, dass wir die Unterlagen sehr genau geprüft haben und auf die Meinungen aller erforderlichen Expertinnen eingegangen sind.

Betreffend der von ihnen im Schreiben vom 02.03.2015 angeführten Punkte dürfen wir folgendes anmerken:

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Allgemeines:
Beim gegenständlichen Vorhaben handelt es sich um die Umwidmung einer Grünlandfläche der Kategorie „Sportanlage, Spielplätze, Freibäder“ in eine Baulandfläche „Sonderfläche Sportanlage“ für die Errichtung einer zusätzlichen Tribüne in einem Ausmaß von rund 2.800 m². Die Sportanlage ist im Bestand gegeben und wird derzeit bereits als Spielstätte genutzt. Die Zuschauerzahlen (derzeit genehmigt 1.566, per Sondergenehmigung 1.766) bleiben unverändert.

Ad 1) Die Spielzeiten der einzelnen Fußballspiele können nur bedingt als Grundlage für eine raumplanungsfachliche Bewertung herangezogen werden, da sich diese ja grundsätzlich jederzeit ändern können. Die Raumplanung hat mit ihrem Instrumentarium auch nicht die Möglichkeit dahingehend einzuwirken. Solche Regelungen / Auflagen sind den nachfolgenden Bewilligungen vorbehalten (baurechtliche und gewerberechtliche Bewilligungen, Genehmigung nach dem Veranstaltungsrecht etc.).

Ad 2) Der Nachweis einer ausreichenden Anzahl an Stellplätzen ist derzeit gegeben und ist als Grundlage / Voraussetzung für die veranstaltungsrechtliche Genehmigung zu sehen.

Ad 3) Die zukünftige Bebauung auf den Stieglgründen wird auf die gegebenen Verhältnisse Bedacht nehmen müssen (Lärmschutz zum Flughafen und zur Sportanlage). Bereits das bestehende Wohnhaus im Nahbereich der Sportanlage weist einen baulichen Immissionsschutz auf. Die Stadtgemeinde Salzburg hat hier bereits viel Erfahrung und einige gute Referenzprojekte.

Ad 4) Dass Beschwerden von Anrainern vorliegen, ist bekannt. Ebenso die Bemühungen des Vereins (Obmann Windischbauer) mit den Anrainern – soweit möglich – Lösungen und Verbesserungen zu finden.

Abschließend möchte ich noch festhalten, dass uns bewusst ist, dass dieser Standort für den gegenständlichen Zweck keinesfalls ideal ist. Aus fachlicher Sicht ist auch ein Ausbau für die höchste Spielklasse (Bundesliga) nicht vorstellbar. Aber wie oben bereits dargelegt, bezieht sich das jetzt zur Genehmigung anstehende Vorhaben auf die raumordnungsrechtliche Widmung einer Seitenfläche für die Errichtung einer Zuschauertribüne, die zu keiner wesentlichen Verschlechterung des Ist-Zustandes führen wird.

Büro LHStv.in Dr.in Astrid Rössler Referent Raumplanung