Er­hö­hung der Grund­ge­häl­ter der SALK Ärzte: NEOS sehen trü­ge­ri­schen Weih­nachts­frie­den

Dr. Huber: „Aus­wir­kun­gen für junge Ärzte noch völ­lig un­klar.“

Für Dr. Se­bas­ti­an Huber, NEOS Ge­sund­heits­spre­cher, Ge­mein­de­rat und nie­der­ge­las­se­ner In­ter­nist, ent­puppt sich die fi­nan­zi­el­le Ei­ni­gung im Ge­häl­ter­streit der Ärzte in den Salz­bur­ger Lan­des­kli­ni­ken (SALK) als trü­ge­ri­sches Kon­strukt. “Die ge­naue Ver­tei­lung auf Tur­nus-, Fach-, As­sis­tenz- und Ober­ärz­te ist noch nicht klar. Hier fehlt die Trans­pa­renz“, stellt Huber fest und fügt an: „Vor allem bei jun­gen Ärz­ten, die in der Regel viele Diens­te ma­chen müs­sen herrscht Un­be­ha­gen, was der nun vor­lie­gen­de Ent­wurf für sie bringt. Ich habe die Be­fürch­tung, dass durch die ge­rin­ge Wo­chen­ar­beits­zeit – Stich­wort 13 Stun­den­diens­te ab 1. April 2015 – die jetzt ver­han­del­te Er­hö­hung des Grund­ge­halts ob­so­let und am Ende des Tages die jun­gen Ärz­tin­nen und Ärzte als Ver­lie­rer da­ste­hen wer­den. NEOS un­ter­stüt­zen hier die jun­gen Ärz­tin­nen und Ärzte der SALK bei ihrem Recht nach Trans­pa­renz und Auf­klä­rung“, so Huber.

GR Sebastian Huber

GR Sebastian Huber

Eben­falls kri­tisch sieht Huber die noch immer feh­len­de Dienst­ver­ein­ba­rung für die Lan­des­kran­ken­häu­ser: „Die ak­tu­el­le Dienst­ver­ein­ba­rung, in wel­cher Diens­te bis 25 Stun­den am Stück er­mög­licht wer­den, gilt noch bis April. Das neue Ärz­tear­beits­zeit­ge­setz schreibt je­doch eine ma­xi­ma­le Ar­beits­zeit von 48 Wo­chen­stun­den vor. Mit dem jet­zi­gen Per­so­nal­stand wird eine 48-Stun­den-Wo­che nicht mög­lich sein. Es herrscht jetzt schon ein ekla­tan­ter Ärz­te­man­gel, ohne neue Dienst­ver­ein­ba­rung steht die Ge­sund­heits­ver­sor­gung auf dem Spiel“, so Huber.

Für NEOS steht fest, dass „Ge­sund­heits­lan­des­rat“ Dr. Chris­ti­an Stöckl auf­ge­for­dert ist, so rasch wie mög­lich, sei es auch unter per­sön­li­cher Leis­tung von Über­stun­den wäh­rend der Weih­nachts­fei­er­ta­ge, die Be­zü­ge der be­trof­fe­nen Ärz­te­grup­pen hoch­zu­rech­nen und einen Vor­schlag zu prä­sen­tie­ren: „Bis­lang hat der zu­stän­di­ge Lan­des­rat die Pro­ble­ma­tik igno­riert und ver­schleppt. Am 7. Ja­nu­ar wer­den die be­trof­fe­nen Ärz­tin­nen und Ärzte über den Vor­schlag der Po­li­tik ab­stim­men. Bis dahin müs­sen Er­geb­nis­se auf dem Tisch lie­gen“, for­dert Huber.

Die Spät­fol­gen des Salz­bur­ger Fi­nanz­skan­dals sind lei­der auch in der ak­tu­el­len Dis­kus­si­on rund um die Ärz­te­ge­häl­ter zu spü­ren: „Hätte die Vor­gän­ger­re­gie­rung unter Gabi Burg­stal­ler das Land nicht fi­nan­zi­ell an die Wand ge­fah­ren, so wäre für die Salz­bur­ger Ärzte der SALK ein Ge­halts­sche­ma wie jenes im Un­fall­kran­ken­haus um­setz­bar“, sagt Dr. Huber ab­schlie­ßend.